VfB Luisenthal e.V. - Historie

 

90 Jahre
VfB Luisenthal

1921-Heute


  

Im Jahre 1920 bildete sich erstmals innerhalb des Tunrvereins Obervölklingen eine Spielabteilung, die neben Turnerspielen wie Trommelball und Faustball, auch das Fussballspiel umfasste. Daraus entwickelte sich über kleinere Umwege der heutige Fussballverein.

 


Gründungsmitglieder des VfB

 

Den Stamm der damaligen Fussballtruppe bildeten die Gebr. Bardo und Becker, P. König, C. Amberg, G. Grün, J. Monzel, H. Gilcher, Winkler, F. Weber, W. Gurny, G. Contier, L. Kettenring, W. Hoffmann, A. Bernardy, J. Siebenschuh, F. Kreis, P. Schommer, P. Anton, J. Kuhn u.a.

Man begann zunächst in der C-Klasse, leider noch ohne eigenen Sportplatz. Die Hiemspiele wurden auf dem Gemeindeplatz in Völklingen ausgetragen.

Am 20. Februar 1921 beschloss der Hauptverein die Auflösung der bisherigen Spielabteilung. Das etwa 45-köpfige Gremium der aufgelösten Abteilung beraumte eine Woche später, am 27. Februar, eine Gründungsversammlung im Lokal Lauer ein. Der danach neugegründete Verein stellte auch gleich seinen Vorstand.

Mitglieder waren: F. Günter, W. Seilnacht, P. König, W. Heidinger, K. Kreulach, M. Bellmann, A. Bernardy, J. Lauer, J. Grün, J. Hoffmann, D. Siebenschuh und F. Kreis. Der Name des Vereins hat bis heute noch Bestand.

VfB – Verein für Bewegungsspiele Luisenthal 

 


1. Mannschaft 1919/20
 

Neben der Hauptaufgabe Fussball wurde im neuen Verein aber auch noch Leichtathletik betrieben. Leider gab es bis dahin immer noch keinen eigenen Sportplatz und so musste das erste Sportfest am 4. September 1921 wiederum in Völklingen ausgetragen werden.

Der erste sportliche Erfolg war dann der Aufstieg in die damalige B-Klasse im Jahre 1922.

Nach knapp 3 mühevollen Jahren war die Gemeindeverwaltung dann in der Lage, dem Verein ein Gelände für die Sportplatz bereitzustellen. Der Eigenbau der Sportanlage dauerte etwa 4 Monate. Viele helfende Hände schufen „In der Acht“ die vorläufige Heimat des VfB. Das Eröffnungsspiel am 7. Dezember 1924 gegen Besseringen wurde mit 6:1 gewonnen. Der nächste Erfolg war bereits im Mai 1925 die Meisterschaft in der B-Klasse.


1. Mannschaft 1924/25

Im Jahre 1926 wurde der Grundstein zu Errichtung eines Hallenübungsgebäudes gelegt. Somit war die winterliche Betätigungsmöglichkeit gewährleistet.

Zum 5 jährigen Bestehen des Vereins, wurden erstmals über 100 aktive Mitglieder gezählt. Neben Fußball und Leichtathletik in Jugend und Aktivenmannschaften, kamen auch noch Faustball und Schwimmen hinzu. Eine Mädchenabteilung gab es ab 1929.


Sportabteilungen 1931
 

Vom 25.-27. Juli 1931 wurde dann das 10jährige Bestehen des Vereins gefeiert und den vielen Helfern für die uneigennützigen Leistungen gedankt.

 


Grundsteinlegung zum Turnhallenbau
 

Im 2. Jahrzehnt passierte durch den politischen Wandel nicht sehr viel und so wurde der VfB mit dem Turnverein zusammengelegt. Der Sportbetrieb wurde durch den Krieg stark eingeschränkt. Viele der Mitglieder wurden zum Wehrdienst eingezogen und kehrten anschließend nicht mehr in ihre alte Heimat zurück. Auch das mühevoll geschaffene Sportgelände wurde in der Kriegszeit zu sportfremden Zwecken verkauft.

Der Neuaufbau wurde am 24. März 1946 durch Viktor Schröder eingeläutet. Nach dieser Versammlung im Lokal Keller gab es bereits 110 Anmeldungen. Und den neuen Namen FV Luisenthal, der später in FV Luisenthal geändert wurde.

Der danach gewählte Vorstand setzte sich wiefolgt zusammen:

1. Vors.           Georg Grün

2. Vors.           Georg Contier

1. Schriftf.        Viktor Schröder

2. Schriftf.        Jakob Grün

Kassierer         F. Rasgon

Trainer             A. Euler

Beisitzer           M. Bellmann, H. Ziegelmeier

Sportaussch.   O. Collet, W. Scherchel, F. Berberich,

 H. Reisdorf, H Jänicke

Hilfskassierer   Frau Grün
 

Die erste Meisterschaft nach dem Krieg wurde am 6. Juni 1948 eingefahren. Das entscheidende Spiel gegen Lauterbach wurde in Völklingen mit 2:1 gewonnen. In der Sportwerbewoche vom 11.-15. August 1948 wurde dann der neugeschaffene Sportplatz eingeweiht.


alte Sportstätte "in der Acht"
 

Zwischenzeitlich gab es im Verein auch andere Sportarten wie Tischtennis, Handball oder auch Schach.

Es folgten Jahre mit Hochs und Tiefs. Nach dem Abstieg in die 2. Kreisklasse, errang der VfB in der Saison 1951/52 im Entscheidungsspiel gegen Rockershausen die Meisterschaft (5:2). Der erneute Abstieg folgte 1954/55. In der folgenden Spielrunde konnte wieder die Meisterschaft errungen werden. Zwei Jahre später folgte dann als Tabellenletzter der erneute Abstieg.

Der nächste sportliche Erfolg ließ lange Zeit auf sich warten. Die 2. Mannschaft errang in den Jahren 1963/64 und 1964/65 jeweils die Meisterschaft. Die 1. Mannschaft scheiterte 1965/66 im Entscheidungsspiel um die Meisterschft gegen den damaligen SV Dorf im Warndt.

1969/70 gab es dann den Fairnesspreis vom SfV. 

Infolge des Fernsehens blieben viele Zuschauer dem sportlichen Treiben fern. Auch einige Mitglieder traten aus dem Verein aus. Auch gute Spieler wurden wegen des Berufsspielertums abgeworben. Folge war die Auflösung aller nicht fussballspielenden Abteilungen.

Durch den Nichtaufstieg 1966 war eine große Resignation zu spüren. Die Vorstandsbildung gestaltete sich sehr schwierig. Edi Keller allein übernahm gleich 4 Ämter des Vorstands. Er und Franz Wirth waren es die den Verien Ende der 60er zusammenhielten. Sie waren ein echter Glücksfall für den Verein. Leider sind beide zu früh verstorben.

Im Jahre 1970 wurde dann wieder ein kompletter Vortsand zusammengestellt. Nun konnten auch die Vorbereitungen zum 50jährigen Jubiläum am 20. Juni 1971 beginnen. Im gleichen Jahr wurde die AH-Abteilung reaktiviert. Auch gab es erstmals eine Damenabteilung zwischen 1973/80.

Den nächsten Meistertitel gab es erst 1979/80 unter Spielertrainer Walter Remark. Danach gab es sogar 2 Stadtmeisterschaften für den VfB. In der Saison 1982/83 gelang es dann bis ins Achtelfinale des Saarlandpokals vorzustoßen. Das Spiel gegen den SV Schmelz (Verbandsliga) wurde mit 0:2 verloren.

Auf der Jahreshauptversammlung 1980 wurde Hans Zimmer zum 1. Vorsitzenden gewählt. Sein Ziel war es „einen Sportplatz an geeigneter Stelle“ zu errichten. Das große Problem der alten Sportstätte, war die häufige Überflutung durch Saar-Hochwasser. Die Sportstätte des VfB wurde in die Rotstaystraße verlegt, wo heute immer noch die Heimspiele ausgetragen werden. Der Bau dauerte vom 15.04.1982 bis 06.10.1984. Das erste Spiel an neuer Stelle wurde gegen Rockershausen mit 2:1 gewonnen.
 


Luftaufnahme der Sportstätte am Rotstay (bereits Kunstrasen)

Der 1. Mai wurde 1987 zum Wandertag auserkoren. Viele Mitglieder aus allen Altersklassen zogen durch die umliegenden Wälder. Es gab auch Faschingsveranstaltungen im neuen Clubheim. Die bekannteste Veranstaltung ist und bleibt wohl der „Herbstball“.
Durch Karl-Heinz Görgen lebte die Jugendabteilung richtig auf. Fortan gab es an Christi Himmelfahrt einen „Tag der Jugend“ und zwischen den Spielzeiten im Sommer gab und gibt es immer noch „Ein Dorf spielt Fussball“.

Zwischenzeitlich gab es auch wieder eine Damenmannschaft, sowie eine Tanz und Gymnastikabteilung.

Seit dem Aufstieg 1980 spielte sich das Geschehen im oberen Drittel bzw. Mittelfeld der Tabelle ab. Kurz vor Ende der Saison 1982/83 lag der VfB an der Tabellenspitze. Leider ging der Mannschaft die Kraft aus, so dass am Ende Heidstock und Wehrden punktgleich waren. Die Entscheidungsrunde ging leider an Wehrden. Die folgenden Jahre waren ein Auf und Ab und 1993/94 konnte der Abstieg gerade noch verhindert werden.

Mit großer Unterstützung von Josef Backes wurde die nicht mehr wegzudenkende Holzhütte neben dem Clubheim errichtet. Auch vor dem Clubheim wurde in Eigenregie eine große Fläche mit Verbundsteinen verschönert. Beides hat sich bei Festen bis heute bewährt.

Das 75jährige Bestehen wurde gebührend gefeiert. Vom 24. Mai bis zum 2. Juni 1996 stand auf dem jetzigen Parkplatz ein großes Festzelt mit Platz für ca 500 Personen. Ein Gründungsmitglied durfte diesen tollen Anlass noch miterleben, der 93jährige Georg Müller. Schirmherr war der damalige Oberbürgermeister Hans Netzer.

Das Fest war der Auftakt zu einer tollen Saison, an deren Ende sich der VfB leider dem SSC Schaffhausen geschlagen geben musste. In der folgenden Spielzeit konnte der VfB dann doch die ersehnte Meisterschaft einfahren. Am vorletzten Spieltag der Saison 1996/97 machte die Mannschaft mit einem 3:2-Sieg gegen Köllerbach dann alles klar.


Wimpelübergabe 1996/97

Leider wanderten viele Spieler unverständlicherweise am Ende der Meister-Saison ab und „Klassenerhalt“ war die Devise für die Bezirksliga. Im ersten Jahr glückte dieses Vorhaben noch. Aber nach dem 2. Bezirksliga-Jahr ging es wieder eine Klasse tiefer.


Meistermannschaft 1996/97
 

Am 14. März 1999 legte Paul Müller sen. sein Amt als 1. Vorsitzender aus gesundheitlichen Gründen ab und wurde einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt. Nachfolger wurde Dietmar Sczendzina.

Es folgten 2 große Verluste für den Verein. Zum einen verstarb unser Gründungsmitglied Georg Müller mit fast 95 Jahren und zum anderen Adrian Biercher im Alter von nur 41 Jahren am 24. Juli 2000.

Das 80jährige Jubiläum fand vom 24.-28. Mai 2001 statt. Dabei wurden die Feste „Tag der Jugend“ und „Ein Dorf spielt Fussball“ mit eingeplant. Desweiteren gab es eine Disco-Nacht, ein Frühschoppenkonzert mit den Bergmusikanten und abschließend ein Skat-Turnier.

Für die Saison 2001/02 wechselte der ehemalige Jugendspieler Mischa Theobald zur D-Jugend des 1. FCS. Zwischenzeitlich spielt er Stamm in der Köllerbacher bzw Völklinger Oberliga-Mannschaften.

Obwohl der Fußballplatz am Rotstay erst 1983 gebaut wurde, mussten infolge des Bergbaus immer wieder Instandsetzungsarbeiten am gesamten Sportgelände durchgeführt werden. Die Stadt Völklingen stellte mit der DSK dem VfB  einen Kunstrasenplatz in Aussicht. Anschließend wurde dann die AG „Kunstrasenplatz“ gegründet. Bei einer außerordentlichen Versammlung wurde den Mitgliedern die Idee des neuen Platzes nähergebracht. Symbolische Stücke des Platzes wurden an alle Helfer, Geber, Gönner und Freunde des Vereins verkauft.

Mit dem Bau des Zauns wurde sofort nach dem letzten Heimspiel am 5. Mai 2003 begonnen. Knappe 3 Monate und unzählige Helferstunden später wurde der Platz bereits von Pastor Wefers eingeweiht. Den ersten Anstoß auf den neune Geläuf führte unser Ehrenmitglied Paul Müller sen. aus.

Besonderen Dank geht dabei an Dietmar Sczendzina und Norbert John für ihren großen Einsatz in Sachen Kunstrasenplatz.



Arbeiten an der Umzäunung des Sportgeländes
 

Am 21. März 2003 ersetzte Dieter Haag den nicht mehr zur Wahl stehenden 1. Vorsitzenden Dietmar Sczendzina.

Ein weiterer Jugendspieler verließ den VfB. Matthias Müller zog es in Richtung SV Elversberg.

Sportlich brachte der Kunstrasenplatz leider keinen Erfolg. Nur mit viel Glück wurde der Abstieg in die B-Klasse verhindert. Als neuer Trainer wurde 2004/05 Walter Otto verpflichtet mit der Devise „Klassenerhalt“. Auch nach dieser Saison wurde nur mit viel Glück der Abstieg vermieden.

Im Mai 2005 verstarb unser langjähriger Sportkamerad und Ehrenvorsitzender Paul Müller sen. Er zählte mit Reinhold Jännicke und Hans Klein zu den „guten Geistern“ des Vereins. Leider sind auch diese beiden mittlerweile verstorben.

Zwischen 2005 und 2010 wechselte eine komplette Damenmannschaft zum VfB. Leider waren danach nicht mehr genügende Damen zur Stelle um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten.

Im Januar 2006 wurde Walter Otto durch die ehrenamtlichen „Interims-Trainer“ Roman Kunze und Philipp Butterbach abgelöst. Leider konnten die beiden den Abstieg auch nicht mehr verhindern. Roman Kunze übernahm das Amt des Trainers nach Saisonende für die B-Klasse.

Im Frühjahr 2007 begannen die Arbeiten an der hölzernen Überdachung der gepflasterten Fläche vor dem Clubheim. Wieder einmal gilt Josef Backes großer Dank für die Mithilfe an den Baumaßnahmen. Einweihung war am 19. Mai 2007.

Vom VfB wechselte diesmal eine Jugendspielerin zum 1. FCS. Jacqueline de Backer war schon in unserer Mini-Mannschaft aktiv. Mittlerweile hatte sie sogar Berufungen für die DFB-Auswahl.

Seit der Generalversammlung im April 2010 war nun Dominik Brandt verantwortlich für das Amt des 1. Vorsitzenden.

Seit der Schließung der Grundschule im Jahr 2005 hat sich die Zahl der Jugendspieler stark reduziert. Trotz großer Bemühungen durch unsere Jugendleiterin Stefanie Hillen ist kein Aufwärtstrend festzustellen.

Die verbliebenen Jugendspieler-/innen fühlen sich aber nach wie vor wohl. So besuchte uns 2010 das DFB Mobil mit 2 erfahrenen Trainern für einen Nachmittag. Das absolute Highlight für unsere jungen Wilden war das Einlaufen mit der Damenmannschaft des 1. FCS.
Wir hoffen natürlich weiterhin auf einen Anstieg der Jugendspieler-/innen.

Seit Sommer 2011 wird die Aktivenabteilung von Andreas Vogt trainiert. In diesem Jahr wurde der Aufstieg leider knapp verpasst. Obwohl mehrere Mannschaften in die Bezirksliga aufgestiegen sind, fehltem dem VfB nur wenige Punkte zum Aufstieg.
In der Saison 2012/13 war es dann so geregelt, dass der Tabellenerste der Kreisliga sofort aufsteigt und der Tabellenzweite eine Aufstiegsrunde mit maximal 3 Spielen bestreiten muss. Der VfB gewann die ersten 2 Spiele gegen den SV Lockweiler (5:4 n.V.) und den SV Hanweiler2 (3:1). Im Finale in Hanweiler gegen Gersweiler war der VfB einfach hoffnungslos unterlegen und ging klar und deutlich mit 0:5 baden.
Zur neuen Saison 2013/14 wechselte Luisenthal dann in die Kreisliga A Halberg. Diese Runde lief Anfangs ganz gut. Nach der Winterpause hatte der VfB noch alle Möglichkeiten auf die Meisterschaft. Leider wurden entscheidende Spiele nicht gewonnen und man musste noch um den 2. Platz kämpfen der dieses Jahr wieder zur Relegation geführt hat. Erster Gegner war hier der SV Lisdorf. Leider ging dieses Spiel verloren und bereits nach dem 1. Spiel war in dieser Relegation Schluss.
Die kommende Saison ging es wieder zurück in die neu eingeteilte Kreisliga A Warndt. Leider blieb der VfB weit hinter den Erwartungen zurück und fand nicht richtig in die Saison. Zur Winterpause wurde dann auch der Trainer gewechselt. Andreas Vogt schloss sich der SV Hermann-Röchling-Höhe an und Luisenthal startete mit Randolf Heylmann als neuem Trainer in die Rückrunde 2015.

 

***Ein Großteil der Chronik wurde erstellt aus der Festschrift zum 90jährigen Jubiläum***

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